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Wie erfinderisch sind die Pelletpreise?

Zu den nachvollziehbaren Preistreibern in der Pelletbranche gehören u.a. die Spänepreise. Säge-und Hobelspäne werden im Verhältnis 6:1 zu Pellets gepresst. Steigt der Spänepreis um 1 Euro müßten die Pellets um 6 Euro steigen. Späne sind ein sehr begehrter Rohstoff für die Spanplattenindustrie, zunehmend für Palettenfüße, für Holzbriketts, in der Landwirtschaft und Tierhaltung und in der Pelletindustrie, um nur einige Verbraucher der Späne zu nennen. Weitere Preistreiber sind z.Zt. die neu eingeführte Straßenmaut für Bundesstraßen und die steigenden Spritpreise.

Ein von den Pelletwerken und Lieferanten viel beachteter Wert für die Preisgestaltung ist der am 15. eines jeden Monats vom DEPV https://depv.de veröffentlichte Preisindex für Pellets aus dem Vormonat (siehe Tabellen). Er gibt den Durchschnittspreis in Deutschland für eine Tonne Pellets der Qualitätsklasse ENplus A1, Lieferung im Umkreis 50 km, inkl. aller Nebenkosten und Mwst an.

Dieser Preisindex bewirkt, dass alle Pelletwerke und Lieferanten sich allgemein nach dem im Index genannten Preisen richten. Der Index-Preis hat dazu geführt, dass er einen Richtpreis darstellt und in Deutschland die Pelletpreise sich regional nur noch geringfügig unterscheiden. .

Wie kommt der Preisindex zustande? Regelmäßig werden bis zum 15. eines Monats die Preise von Pelletwerken und Händlern erfragt und daraus der Index ermittelt. Früher gingen die Daten der Firmen an eine Anwaltskanzlei. Heute gehen die Daten direkt an den DEPI ohne die rechtliche Kontrolle einer Kanzlei oder Notars. Es wäre wünschenswert eine Kontrolle über diese Daten und die Berechnung des Indexes zu haben damit der Verbraucher nicht den Verdacht einer "ADAC-Bewertung" hat.

 

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03.09.2018