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Was sollten Sie beim Bau eines Pelletlagers beachten?

Die Befüllung der Pelletlager ist viel schwieriger als bei Heizöllagern. Der wesentliche Unterschied liegt in den 100 mm dicken Schläuchen die bei Pelletlieferungen verwendet werden. Die sind schwer und steif und können nicht so einfach verlegt werden wie die viel dünneren flexibleren Ölschläuche. Pellets sind kein flüssiges Holz.

Zu lange Einblasstrecken.

Die Einblasstecke sollte so kurz wie möglich sein damit die Pellets so schonend wie möglich eingeblasen werden können. Bei Strecken über 30 Meter übernimmt der Lieferant keine Garantie für die Qualität der Pellets. Lange Schläuche bedeuten einen höheren Abrieb für die Pellets. Außerdem wird bei langen Einblasstrecken ein höherer Einblasdruck benötigt der die Pellets zusätzlich schädigt.

Lager auf den Dachböden

Bei Landwirten werden oftmals ehemalige Futter- oder Körnerlager auf den Dachböden als Pelletlager genutzt. Die Einblasstutzen liegen dann in 4 bis 7 Meter Höhe und die Fahrer müssen die schweren Schläuche über Leitern oder Treppen hinaufschleppen (das verbietet die Unfallverhütungsvorschrift).
Wir empfehlen in diesen Fällen feste 100 mm Leitungen nach unten zu verlegen (möglichst keine 90 Grad-Bögen einbauen). oder sich bei Ihrem Lieferanten gebrauchte Einblasschläuche gegen eine geringe Gebühr oder kostenlos zu besorgen die Sie herunterhängen lassen.
Für die jährliche Belieferung mit Pellets sind die Schläuche noch gut genug. Die Einfüll- und Absaugstutzen sollten in maximal Kopfhöhe angebracht werden.

Pelletlager mitten im Haus

Idealerweise sollte ein Pelletlager an der Außenwand des Hauses liegen und die beiden Stutzen außerhalb des Hauses montiert sein. Sollte das nicht möglich sein, sollten die Einblas-Absaugstutzen über ein gerades 100er Rohr vom Lager zur Außenwand verlegt sein.
Damit vermeiden Sie Beschädigungen an Wandecken und Schmutz im Haus durch die steifen Schläuche. Außerdem bläst der Staubsauger die aus dem Lager abgesaugte Luft nicht ins Haus. Lange Staubsaugerleitungen vermindern außerdem den Saugdruck des Staubsaugers.

Ver-und Entsorgungsleitungen im Pelletlager

In etlichen Fällen habe ich Strom-Wasser-Abwasserleitungen, zumeist an der Decke der Pelletlager verlaufend, gesehen. Diese waren mit Brettern verschalt. Beim Einblasen streuten die Pellets gegen die Verschalung und zerplatzten. In solchen Fällen empfehle ich 10 cm vor der Verschalung noch eine kurze die Holzverschalung und Pellets schonende Prallmatte anzubringen.

Gewebelager beobachten

Gewebelager sollten nach allen Seiten genügend Platz zum Aufblasen haben und einsehbar sein. Ich habe einen Fall erlebt wo ein zu dicht an die Wände gebautes Sacklager beim Einblasen und Aufblähen eine Wand zerdrückt hat.
Außerdem haben wir in der Einkaufsgemeinschaft drei Fälle gehabt, wo sich beim Einblasen Falten im Gewebesack gebildet haben und das Gewebe des Lagers zerrissen wurde. Der Fahrer konnte das nicht sehen.

Achten Sie darauf, dass beim Befüllen der Gewebelager Fenster geöffnet werden. Die Treibluft der Pellets die durch das Gewebe des Lagers entweicht sollte keinen Überdruck im Raum erzeugen.

Absaug- und Einblasstutzen im Kellerfester

Häufig sieht man, dass im Kellerfenster mit mehreren Bögen die beiden Stutzen angebracht wurden. Zumeist muß der Fahrer einen weiteren Bogen anbringen um die Schläuche anschließen zu können. Die vielen Bögen schaden den Pellets.
Zwei Kernbohrungen in der Hauswand mit geraden Leitungen ins Lager sind oft nicht teurer als verwinkelte Leitungen und sind dauerhaft die bessere Lösung.

Einblas- und Absaugstutzen nicht in der Mitte des Lagers anbringen

In vielen Fällen ist die Kapazität der Pelletlager sehr knapp bemessen. Pelletlager sollten zumindest die Verbrauchsmenge einer Heizperiode fassen. Im Sommer sind die Pellets preiswerter. Wer in der Heizperiode nachtanken muss, zahlt viel mehr. Es ist wichtig die Lagerkapazität voll auszunutzen. Die Lage der Einfüll- und Absaugstutzen ist dabei sehr wichtig Beide Stutzen können dann wechselweise zum Befüllen genutzt werden. Damit nutzen Sie die volle Lagerkapazität aus.

Einblas- und Absaugstutzen erden

Achten sie darauf, dass die Einblas- und Absaugkupplung mit mindestens 4 mm2 Kabel geerdet sind. Pellets haben eine geringe Restfeuchte und durch die Reibung in den Einblasschläuchen entstehen galvanische Ströme die zu einer Staubverpuffung führen können.

Pelletlagerwände stark genug bauen

Wir in der Einkaufsgemeinschaft haben vier Fälle gehabt, wo Lagerwände beim Einblasen der Pellets zerdrückt wurden. Oftmals wird das Pelletlager in das ehemalige Heizöllager gebaut. Die Schutzwände des Öllagers sind oft zu dünn und halten weder den leichten Überdruck durch die Treiblust noch den Seitendruck der Pellets aus.
Gemauerte Wände müssen mindestens 17,5 cm stark im Verbund gemauert werden. USB-Wände müssen durch Balken verstärkt werden.

Pelletlager Staub- und Geruchsdicht bauen

Beim Einblasvorgang, besonders wenn lange Leitungen benutzt werden müssen und der Einblasdruck höher ist, entsteht im Pelletlager ein leichter Überdruck. Dieser Druck entweicht mit dem Staubanteil in den Pellets durch alle Ritzen und verstaubt die angrenzenden Räume.
Alle Nahtstellen der Pelletwände, Decke und Sichtfenster mit Silicon abdichten. Luken und Türen verkleben. Ausgasende zu frische Pellets sollten über belüftete Deckel an den Stutzen belüftet werden.

Keine Erstbefüllung ohne Probelauf

Die Erstbefüllung des Pelletlagers sollte nicht ohne einen erfolgreichen Probelauf und Test der Austragungssysteme aus dem Pelletlager erfolgen. Für den Probelauf genügen einige Säcke Pellet-Sackware.
Bei Saugsonden stülpen Sie einen unten und oben offenen Karton über die Sonden und füllen Pellets zum Testlauf ein. Beim Maulwurf können Sie ebenfalls aus einem Karton mit Pellets den Maulwurf testen.

Rufen Sie uns an, wir beraten Sie gern beim Bau des Pelletlagers

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18.10.2013