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Karte von Amerika, Europa,Osteuropa und Rußland

 

Importierte Pellets für den Verbrauchermarkt.

Als erster Großhändler in Deutschland bezieht die Firma Kleeschulte Holzpellets aus den US-Produktionen von German Pellets und plant damit seinen Kunden auch in Zukunft eine hohe Versorgungssicherheit zu bieten. „Mit dem Bezug von Ware aus rohstoffreichen Ländern schaffen wir Entlastung in der Versorgung unserer Kundenanlagen, insbesondere in den nachfragestarken Wintermonaten“, sagt Bernd Kleeschulte, geschäftsführender Gesellschafter des mittelständischen Unternehmens aus Büren.
Die Raiffeisen Bio-Brennstoffe GmbH mit Sitz in Münster hat knapp 3.000 Tonnen Import-Holzpellets bis zur Vermarktung an die Endkunden eingelagert. Es ist das erste Mal, dass das Unternehmen Importware per Schiff nach Deutschland kommen lässt. „Wir brauchen diese Mengen, um die Versorgungssicherheit unserer Kunden zu gewährleisten“.

Pelletimporte steigen

Hohe Kosten für Pellets in Deutschland und Europa haben zu einem starken Anstieg von Pelletimporten geführt, vor allem aus Nordamerika. Dort sind die Kosten für das Rohmaterial niedriger als in Europa. Gleichzeitig produzieren die beiden größten europäischen Herstellerländer Deutschland und Schweden wegen Produktionsrücknahmen der Sägewerke weniger Pellets. So ist 2012 der Handel mit Pellets innerhalb der EU um 12% zurückgegangen. Die Einfuhren aus den USA sind dagegen um 44% gestiegen.

Die meisten Importpellets gehen in die Kraftwerke

Zwar werden die meisten importierten Pellets in den Kraftwerken verbrannt, im Verbrauchermarkt werden aber zunehmend mehr importierte Pellets angeboten Die USA und Kanada haben in letzter Zeit ihre Produktionskapazitäten erweitert. Der Marktanteil der Lieferungen aus beiden Ländern nach Europa ist von 28% 2011 auf  37% 2012 angestiegen. In den ersten sieben Monaten 2013 liegt er bereits bei 43%. Im letzten Jahr haben die USA ihre Pelletlieferungen nach Europa verdoppelt. In den ersten sieben Monaten 2013 sind die US-Pelletlieferungen nach Europa im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 74% angestiegen.
2013 wurde der Bau weiterer Pelletwerke in den USA angekündigt. Deren Gesamtkapazität beträgt fast 1,5 Mio. Tonnen Pellets, die für den Export nach Europa gedacht sind.

Importe aus Osteuropa steigen

Aber auch die Importe aus Osteuropa, Russland und der Ukraine haben deutlich zugelegt und der Marktanteil von Russland und der Ukraine beträgt gut 19% an den insgesamt von außerhalb von Europa eingeführten Pellets.

Europa verliert Anteile auf dem Pelletmarkt

In den kommenden Jahren wird Europas Abhängigkeit von Pelletimporten steigen. Es wird erwartet, dass der Bedarf um das vier- bis sechsfache steigen wird. Dieses Tempo wird die europäische Branche nicht mitgehen können. Das heißt Europa wird zumindest teilweise abhängig von Importen. Einige Markteinschätzung besagen, dass angesichts der der neuen Pellet-Kapazitäten die USA mehr als die Hälfte der europäischen Pelletimporte abdecken werden. Das entspreche etwa 25% des Gesamtverbrauchs. Hinzu kommen noch die Importe aus Osteuropa

Pellets an der Börse

Die britisch-niederländische Energiebörse APX-Endex startet diesen Herbst den Handel mit Holzpellets. Neben einem Spotmarkt soll auch ein Terminmarkt eröffnet werden, an dem Produzenten ihre Ware bis drei Jahre im Voraus vermarkten können. Der Handel ist zu Beginn auf zwei Handelstage pro Woche limitiert. Die Energieversorger, die Pellets verstromen, sind an der neuen Plattform sehr interessiert.

Rotterdam ist Hauptumschlagsplatz für Import-Pellets

Der Hafen von Rotterdam ist als Importhafen für Pellets perfekt geeignet – zum Teil aufgrund der Tatsache, dass der Hafen diese Materialien bereits umgeschlagen hat. Potentielle Holzpellet-Importe, die über den Rotterdamer Hafen laufen, könnten sich bis 2030 auf 15 Millionen Tonnen erhöhen. Zurzeit werden ungefähr 1 Million Tonnen im Hafen umgeschlagen. Der Rotterdamer Hafen hat sich zum Ziel gesetzt, ein Hafendrehkreuz für Biomasse zu werden.

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21.11.2013