Rosenthaler Holzpellet-Einkaufsgemeinschaft

Wie sieht die Zukunft für Pelletheizungen aus?

Im Rahmen des neuen Gebäudeenergiegesetzes spielen Pelletheizungen nur eine untergeordnete Bedeutung. Gegenwärtig gibt es etwa 680 000 Pelletheizungen in Deutschland, davon knapp 275 000 Kaminöfen. Das sind etwa 1% des deutschen Wärmemarktes.

 

Der gegenwärtige Bestand an Pelletheizungen scheint bei der Verfügbarkeit von nachhaltig aus Säge- und Hobelspänen erzeugten Pellets auch die Obergrenze zu sein. Mehr nachhaltig erzeugte Biomasse wie Säge- und Hobelspäne stehen nicht zur Verfügung. Die Menge des Abfallrohstoffes ist außerdem wirtschaftlichen Schwankungen der Sägewerke (Bedarf der Bauindustrie) unterworfen. Es sei denn es wird zusätzlich das nicht sägefähige Waldrestholz mit zur Pelletproduktion verwendet.

 

Das Wunschdenken des DEPV (Interessenverband der Pelletbranche) bis Ende 2030 eine Mio Pelletheizungen einzubauen ist weder vom Gesetzgeber gewünscht noch von der Verfügbarkeit des nachhaltigen Rohstoffes möglich. Weil nicht genügend Säge- und Hobelspäne für die Pelletproduktion zur Verfügung stehen wird in zunehmenden Maße Waldrestholz, das eigentlich im Wald bleiben sollte, für die Pelletproduktion verwendet.

 

Pelletheizungen werden zukünftig bei neu errichteten Gebäuden nur eine Ergänzung im Zusammenspiel mit einer Wärmepumpe (Wärmepumpen-Hybridheizung) oder anderen erneuerbaren Energiegien sein, um die begrenzten Biomasse-Ressourcen zu schonen.

 

Es gibt nach wie vor Bedenken von Wissenschaftlern und Umweltschützern. Das Umweltbundesamt warnt seit Längerem davor, dass bei Pelletheizungen mehr Treibhausgase freigesetzt werden als beim Heizen mit Öl oder Erdgas. Auch Feinstaub und gefährliche Schadstoffe gelangen in die Luft. Holzheizungen (Pellets, Scheitholz, Hackschnitzel) tragen mit 9,6% zur bundesweiten Feinstaubbelastung bei. Die Pelletheizung sollte daher in der Regel nur dort zum Einsatz kommen, wo Holzabfälle entstehen, wie z. B. in der Holzverarbeitenden Industrie oder Gewerbe.

 

Ein alter gefällter Baumstamm und bild im Bild eine Menge aufeinadergeschichtete vergammelt und mit Gras
		<p> </p>										überwachesn Stämme

Für die Herstellung der Pellets wird zunehmend nicht sägefähiges Waldrestholz verwendet

 

05.07.2023